Micha's Wolletraum

Strickmuster, Handgestricktes, Wolle, Tipps und mehr



Spinnen


 


 


Vor einigen Jahren habe ich mit dem Verspinnen von Wolle begonnen. 
Auf der Suche nach einem Buch über "Spinnen"  bin ich in der Buchhandlung auf
eine kleine Gruppe "Spinnerinnen" aufmerksam gemacht worden.
So nahm alles seinen Anfang. Unsere Gruppe besteht aus sehr netten Frauen.
Wir treffen uns alle zwei Wochen abends zum Spinnen (außer Wolle werden
auch klasse Themen gesponnen :-) und stricken.
Es ist schade, dass sich nicht viele Leute für diese alte und damals
lebensnotwendige Handarbeit interessieren.
Statt dessen wird heute die einheimische Wolle ins Ausland
gegeben oder landet auf dem Müll. Eine Schande ist das !!

Dieses Handwerk hat viele Vorteile:
- Man fertigt selber etwas aus Rohmaterialien
- Man ist geistig und seelisch beschäftigt (man kommt zur innerlichen Ruhe)
- Die fette Schafwolle pflegt die Hände ;-)
- Am Ende kann man stolz über seine selbst hergestellte,
wunderschöne Wolle sein, die einen langen Weg gebraucht hat.
- Man kann die Wolle auch einfärben oder man verstrickt sie sofort.
Und somit bekommt man ein absolutes Unikat an Kleidungsstück,
welches pflegeleicht und wetterbeständig ist. Vor Jahrhunderten
schon haben es die Menschen genauso gehalten. Zu vielen Völkern in
fernen Ländern zählen diese Arbeit zum täglichen Leben.

Das Schöne ist auch, dass jede Schafrasse eine andere Wollqualität besitzt.
Somit eignet sich zum Beispiel das Islandschaf und Bergschaf besonders für
sehr wärmende Pullover. Dadurch das die Wolle etwas rauher ist und die Fasern 
ein höheres Volumen bilden, speichert sich in den Luftkammern sehr gut die Wärme.
Eine Merino-Wolle ist auch sehr warm und dazu noch kuschelig weich, für Leute,
die keine "derbe" Wolle bevorzugen.
Nimmt man die Wolle der Heidschnucken, so sollte man davon lieber
Teppiche weben, auf Grund der Härte.
Wenn die Wolle von jemanden als "kratzig" empfunden wird, so seht das
doch als positiv ! So hat man Hautpeeling und Massage in einem
(wenn man das kratzige nicht beachtet, hört da nach einiger Zeit auf).
Meine Tochter hatte auch das Problem. Nun empfindet sie das (wenn es kratzig ist)
als angenehm und erfrischend ;-)

Die Reihenfolge bis zum Wollknäuel sieht so aus:
  1. Schaf scheren
  2. gute Wolle heraussuchen
  3. Wolle zupfen (auflockern wie ein Wattebausch) oder kardieren
      (mit der Kardiermaschine kann man gleichmäßige Fliese herstellen,
      die auch gut sind Bettdecken zu füllen oder zum Filzen von Taschen,
      Hüten, Schuhen, Janker, und vieles mehr)
  4. Wolle verspinnen (am Spinnrad)
  5. hat man die Spule voll, so verzwirnt man zwei Fäden, um eine bessere
      Reißfestigkeit zu erziehlen (z.B. für Sockenwolle)
  6. die Wolle wird gehaspelt (auf einer Haspel von der Spule abgewickelt)
  7. nun kann man die erhaltenen Wollstränge vorsichtig mit kaltem Wasser
      spülen (der Wolle bleibt noch genug Wollfett)

  8. der Wollstrang wird kurz in ein Handtuch gewickelt und danach hängt
      man ihn zum Trocknen auf
 9. der Wollstrang wird auf die Haspel gespannt und man wickelt sich einen Knäuel
10. die Wolle ist fertig um verstrickt zu werden

Wolle hat sehr gute Eigenschaften ! Schaut doch auf der Seite "Wolle" nach.





 



 

 


  Mein erstes Spinnrad mit breitem Einzug
  (auch für Teppichgar geeignet).
  Die Haspel zum Anstecken fehlte, somit hat
  mein Vater eine Haspel aus Buchenholz für
  mich gefertigt. 
  
   
                                                                                                                        



 

 


  Mein zweites Spinnrad 
  
   
                                                                                                                        



 


  Meine Ashford-Handkardiermaschine   
   
                                                                                                                        



 

 

 



 

 

 

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